Seite 02/ 14.06.2004

 

 


ZINSSIGNALE  I  Anleihen-Renditen

Deutschland -Umlaufrendite, sonst 10jhr. Anleihen

 

Land                                        Vorjahreswert       Vor 6 Monaten       Neuer Stand          Trend

 

USA                                                                 3,12%                          4,24%                       4,81%                   ÝÝ

Deutschland                                                  3,21%                          4,02%                       4,07%                   ÝÝ

England                                                          3,89%                          4,83%                       5,23%                   ÝÝ

Japan                                                              0,45%                          1,30%                       1,78%                   ÝÝ

Schweiz                                                          2,13%                          2,63%                       2,93%                   ÝÝ

Australien                                                       4,61%                          5,81%                       5,97%                   ÝÝ

 

ZINSSIGNALE  II  Euro-Geldmarkt 12 Monate

 

USA                                                                 0,99%                          1,39%                       2,39%                   ÝÝ

Euro                                                                 1,95%                          2,36%                       2,42%                   ÝÝ

England                                                          3,43%                          4,40%                       5,29%                   ÝÝ

Japan                                                              0,13%                          0,13%                       0,13%                   ==

Schweiz                                                          0,31%                          0,56%                       1,06%                   ÝÝ

 

 


 

Zwar hat sich Campbell wie andere Schätzer schon ein paar Mal geirrt. Aber es hilft ja nicht, nur darauf zu hoffen, dass das Öl noch Jahrzehnte gut reichen wird. Als Aktionäre müssen wir grundsätzlich auf alles gefasst sein, und uns überlegen, was es für Folgen hat, wenn der Ölpreis so hoch bleibt wie zuletzt gesehen.

Es ist naheliegend, wenn Staaten, die über keine eigenen großen Ölquellen verfügen, stärker auf andere Energieformen setzen. Selbst US-Staaten wie Kalifornien und New Mexico wollen künftig deutlich mehr Energie aus Sonne, Wind und Biomasse gewinnen. Frankreich setzt stark auf Kernkraft; 80% des dortigen Strombedarfs werden aus Kernkraftwerken bezogen.

 

Umweltaktien derzeit hoch im Kurs

 

In unserer Branchen RS-Liste (Seite 15) haben sich jetzt die sogenannten „Umwelt-Aktien“ auf Platz 1 vorgeschoben. Hier sind die Werte enthalten, die sich durch alternative Energien oder Beseitigung von Umweltbelastungen auszeichnen. Der hohe Ölpreis hat hier zum erneuten Nachdenken geführt.

Dänemark forciert wegen seiner besonderen Lage die Windkraft; vor kurzem hat es hier einen Zusammenschluss gegeben, indem Vestas den Konkurrenten NEG Micon übernahm. Der neue Konzern Vestas überragt nun mit rund 8000 Mitarbeitern die deutschen Windkraftwerksbauer beträchtlich.

 

 

Ich war nahe daran, diesen Weltmarktführer aus Dänemark bereits zum Kauf zu empfehlen. Aber erstens sieht die Rel.Stärke (Seite 15 o.) noch nicht so ganz verlockend aus.

Zweitens sollte man nach Fusionen erst einmal abwarten, wie sich der Kurs weiter entwickelt. Nachdem der Ölpreis jetzt zurück gegangen ist, wird es hier mit einem Einstieg wohl auch noch nicht so eilig sein.

Und schließlich gibt die Lage der deutschen Windkraftwerksbauer etwas zu denken. Mit der Relativen Stärke dieser Aktien ist es nämlich nicht zum besten bestellt, und sie sind auch sehr umstritten.

 

Ehe wir uns aber mit diesem Thema weiter beschäftigen, werfen wir einen Blick auf die Gesamtsituation an den internationalen Aktienmärkten und den entsprechenden Indikatoren.

 

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